SPD lügt: Landeszuweisungen an Kommunen fließen weiter Regierungsparteien kennen ihre eigenen Gesetze nicht

24. März 2012  Kommunales

Frau Kraft und die Vertreter der Regierungsparteien ziehen zum Wahlkampfauftakt mit der Behauptung durch die Lande, es würden Zahlungen an die Kommunen zurückgehalten, weil Haushalt und Gemeindefinanzierungsgesetz nicht verabschiedet wurden.

Jessica Seifert, Fraktionsvorsitzenden DIE LINKE. im Stadtrat Rösrath erklärt dazu: „Die Regierungsparteien sagen die Unwahrheiten und verunsichern damit die Menschen. Entweder sie lügen bewusst oder sie kennen noch nicht einmal ihre eigenen Gesetze. Ich kann nicht sagen, was schlimmer ist.“

Jessica Seifert weist darauf hin, dass im Gemeindefinanzierungsgesetz jedes Jahr ein Paragraf steht (§ 28 Absatz 7), der die Übergangszahlungen an die Kommunen bis zur Verabschiedung des nächsten Gesetzes regelt. So auch im GFG 2011. Demnach werden Abschlagszahlungen vorgenommen auf Basis der Modellrechnung für 2012, wie sie den Kommunen bekanntgegeben wurde und auf der Webseite des Ministeriums steht. Darin sind alle Strukturveränderungen des neuen Gemeindefinanzierungsgesetzes 2012 enthalten, auch die höheren Zahlungen für die gestiegenen Soziallasten der Kommunen.

Es sei darum eine dreiste Falschbehauptung, dass 500 Mio. zurückgehalten würden. “Die Städte und Gemeinden erhalten als Abschlagzahlung aus dem Topf des Kommunalen Finanzausgleichs exakt das, was sie auch nach Verabschiedung des Gesetzes erhalten hätten. Keinen Cent weniger.”

Vorerst zurückgehalten werden lediglich spezielle Hilfen für eine Reihe von Kommunen im kreisangehörigen Raum. Es geht dabei um eine Abmilderungshilfe von 68 Millionen Euro, sowie Sonderzahlungen z. B. an Kurorte im Volumen von 30 Millionen. Beides wird nach Verabschiedung des Haushalts 2012 ausbezahlt. “Die Städte und Gemeinden im Kreis sind davon nicht betroffen und bekommen ihr Geld weiter.”
“DIE LINKE im Landtag hatte genau diese Abmilderungshilfen für den kreisangehörigen Raum schon 2011 Jahr beantragt. Das haben alle vier anderen Parteien abgelehnt, sonst wäre das Geld längst bei den Kommunen angekommen. Man hätte diese Hilfen auch jetzt unter Vorbehalt an diese kreisangehörigen Gemeinden auszahlen können, betreibt aber anscheinend lieber Wahlkampf zu ihren Lasten.“ so Jessica Seifert weiter.

Demonstration gegen FLUGLÄRM Köln

18. März 2012  Ökologie

- Köln, Berlin, Leipzig, Düsseldorf, Frankfurt, München -
Treffpunkt Flughafen Köln/Bonn – der mit Europas meisten Nachtflügen

Samstag, 24.03.2012, 15:00 Uhr, Terminal 2, Abflugebene

SPD/Grüne Landesregierung ist gescheitert

DIE LINKE. NRW hat für den Haushalt 2012 neben der grundsätzlichen Ablehnung von Sozial- und Stellenabbau und Privatisierung öffentlichen Eigentums vier zentrale Forderungen gestellt: Die Einführung eines echten landesweiten Sozialtickets, mehr Geld für die Kommunen, mehr Geld für Kitas, mehr Geld für den sozialen Wohnungsbau.
Diese Forderungen hat DIE LINKE. nicht aus parteitaktischen Erwägungen heraus aufgestellt, sondern weil sie entscheidend sind für eine Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der großen Mehrheit der Menschen in NRW.

SPD und Grüne sind endgültig von ihrer zaghaften, durch DIE LINKE unterstützten Politik der Vorsorge abgerückt. Zu keiner der von uns aufgestellten entscheidenden Forderungen haben sie auch nur annähernd zureichende Angebote gemacht. Die „Koalition der Einladungen“ hat gemauert. Frau Kraft hatte von der Linken gefordert sich zu enthalten, hatten aber kein einziges Zugeständnis gemacht, welches eine solche Enthaltung irgendwie gerechtfertigt hätte.
Dann wollten SPD und Grüne sich lieber die FDP ins Boot holen, die durch ihre Kürzungswut unsere Gesellschaft noch weiter auseinanderreißt. Auch diese Strategie ist gescheitert.

Eine solche Politik der sozialen Kälte kann DIE LINKE: nicht mittragen und auch nicht stillschweigend mit einer Enthaltung durchgehen lassen. Das hat die Linksfraktion NRW immer deutlich gemacht. Die Abstimmungsniederlage von SPD und Grünen ist allein darauf zurückzuführen, dass sie und die FDP sich gehörig verzockt haben.

Die Landespolitik in NRW braucht ein soziales Korrektiv. Das hat nicht zuletzt die geplante Kooperation von SPD und Grünen mit den Kürzungsfanatikern von der FDP gezeigt. Ein solches Korrektiv ist einzig und allein DIE LINKE. Dafür hat uns vor zwei Jahren fast eine halbe Million Menschen gewählt. Diesen Auftrag hat DIE LINKE erfolgreich umgesetzt, beispielsweise mit der Abschaffung der Studiengebühren oder der Einführung der direkten Abwahl von Bürgermeistern/-innen.

Die aktuellen Ereignisse belegen: Ein soziales Korrektiv in NRW ist nach wie vor absolut unverzichtbar. Deshalb ist DIE LINKE. absolut überzeugt, dass sie auch bei der jetzt anstehenden Wahl die Stimmen der Menschen bekommen, die für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen in NRW kämpfen.

Foto: Bildarchiv des Landtags Nordrhein-Westfalen, Fotograf: Schälte, Bernd

DIE LINKE. will mehr Datenschutz für Hartz-IV-Betroffene

27. Februar 2012  Soziales

Zahlreiche Kommunen in NRW verletzen nach Ansicht von MdL Dr. Carolin Butterwegge, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, bei der Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepaketes das informationelle Selbstbestimmungsrecht der Betroffenen. Denn bei der bisherigen Praxis in vielen Städten und Gemeinden kann der Hartz-IV-Bezug gegen den Willen der Betroffenen öffentlich bekannt werden. Nach Informationen der Fraktion schreckt dies viele Betroffene ab, die ihnen zustehenden Leistungen in Anspruch zu nehmen.
So teilen beispielsweise viele Schulen unterschiedliche Essensmarken aus. Kinder, deren Mittagessen über das Bildungs- und Teilhabepaket abgerechnet wird, erhalten gekennzeichnete Marken. Der Hartz-IV-Bezug ist so für alle klar erkennbar. Noch drastischer ist die Situation bei den Leistungen für soziale und kulturelle Teilhabe: Hier überweisen die Jobcenter die monatlichen Mitgliedsbeiträge direkt an die Vereine. Diese erhalten damit auch Informationen über den Transferleistungsbezug der Familien. „Gerade in Vereinen mit engen sozialen Netzwerken besteht daher die Gefahr, dass der Hartz-IV-Bezug ungewollt öffentlich bekannt wird“, kritisiert die Kölner Abgeordnete.

Die Fraktion DIE LINKE fordert Kommunen und Landesregierung auf, die Verwaltungsverfahren zum Bildungs- und Teilhabepaket so zu gestalten, dass der Datenschutz und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung für Hartz-IV-Betroffene und ihre Familien gewahrt bleiben. „Wer unter Hartz IV leben muss, der ist regelmäßig das Ziel stigmatisierender Anschuldigungen. Stimmungsmache aus Politik und Medien fördern dies. Um eine Stigmatisierung und gesellschaftliche Ausgrenzung der Kinder und Jugendlichen zu verhindern, ist es wichtig, die Daten der Betroffenen zu schützen und ihr Recht auf informationelle Selbstbestimmung zu wahren“, fordert Dr. Carolin Butterwegge und kritisiert abschließend: „Da die Inanspruchnahme von Leistungen des Bildungs- und Teilhabepaketes nach wie vor unbefriedigend ist, erweist sich das Paket wie befürchtet als bürokratisches Monster, das die Folgen materieller Armut in Familien in keiner Weise diskriminierungsfrei und wirkungsvoll zu lindern vermag.“

Stoppt ACTA! Petition beim Bundestag unterzeichnen!

15. Februar 2012  Demokratie

Beteiligen sie sich an Aktionen gegen das Handelsabkommen ACTA.

Im E-Petitionssystem des Bundestages liegt derzeit eine Petition gegen das umstrittene Urheberrechtsabkommen ACTA vor, die aber wiederum von den Entwicklungen der letzten zwei Wochen auch wieder etwas überholt wirkt. Die Vorlage fordert das Parlament auf, die Ratifizierung des Abkommens auszusetzen. Bislang wurde die noch bis 22. März laufende Petition von ca. 7990 Unterstützern unterzeichnet.

Die Realität setzt ACTA momentan aus, weil einerseits die Bundesregierung ihre Unterschrift für frühestens nach einer Entscheidung im Europaparlament angekündigt hat, das Europaparlament aber wiederum frühestens nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshof darüber abstimmen wird. Das kann in 12-18 Monaten der Fall sein. Insofern könnte die Petition inhaltlich besser sein, aber Mitzeichnen kostet nichts außer einigen Klicks und wenn innerhalb von drei Wochen mehr als 50.000 Mitzeichner zusammen kommen gewinnt der Petent Herbert Bredthauer zumindest irgendwann einen Platz in einer Anhörung des Petitionsausschusses. Das könnte dann sogar noch vor dem Urteil des EuGH sein.

Hier gelangt ihr zu der E-Petition des Deutschen Bundestages.

Facebookseite ACTA Bergisch Gladbach:
http://www.facebook.com/pages/ACTA-Bergisch-Gladbach/104824056313202

Hier mehr Infos zu ACTA und Video!

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